Marlisle

zugegebenermaßen musste ich das Wort auch zweimal lesen, bevor sich mir der Sinn erschloß.

Es ist der Titel eines neuen Buches über eine neue Denkrichtung beim Stricken.

Geschrieben und erdacht von Anna Maltz, die hier nicht ihre ersten Designs vorlegt.

Genau wie sich das Wort aus zwei verschiedenen Teilen zusammensetzt, enthält diese Art des Strickens zwei verschiedene Stricktechniken.

„Marl“ ist dabei vielleicht der unbekanntere Teil, zumindest beim Stricken. Ins deutsche übersetzt heißt es „Mergel“. Ein Sedimentsgestein, oder Boden, der aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt ist.

Und genau so wird es auch beim Stricken gebraucht – man verwendet zwei verschiedene oder verschiedenfarbige Fäden zusammen als einen und erzielt dadurch einen Charakter im Musterbild, der genau an solche Gesteine erinnert. Gesprenkelt, mal die eine, mal die andere Farbe prominenter zu sehen.

Der andere Wortteil ist „Fairisle“.

Dies bezeichnet im Englischen das, was wir „Einstrickmuster “ nennen würden.

In Ihrem Buch beschreibt Anna Malz in netten Geschichten, wie sie dazu gefunden hat und gibt uns einige Anleitungen als Anwendungsbeispiele an die Hand.

Und weil „Marlisle„, das Buch, mehr sein soll, als eine reine Sammlung von Anleitungen schreibt sie einige Ihrer Gedanken auf, die sie sich im Zusammenhang mit ihren Strickstücken gemacht hat. Sie philosophiert über lokale Anbieter, wie auch über die Naturnähe von Wolle.

Natürlich wollte ich es auch gerne ausprobieren und habe mir nach ausgiebiger Lektüre zwei Garne gewählt:

Als naturbelassenes Garn ist es bei mir die „Bio Merinos“ von Schoppel. Es besteht aus Merinowolle und Leinen und ist GOTS zertifiziert. Überhaupt hat dieses Garn etwas mehr Aufmerksamkeit verdient, aber dazu an anderer Stelle mehr…

Als handgefärbtes Garn habe ich meine „Cool Merino“ gewählt. Nach wie vor eines meiner Klassiker, mit seinem runden Faden und der idealen Lauflänge von 310m/100g. Ein Garn, das etwas aushält und das in Deutschland gesponnen wird….

Nach ein wenig Maschenproben um herauszufinden, ob meine Garne wirklich gut zusammenpassen und welches denn nun auch solo verwendet werden „darf“ konnte es losgehen.

Für meine ersten Geh- und Stehversuche in Sachen Marlisle habe ich mir die Anleitung „Ess“ ausgesucht, ein unkompliziertes Tuch.

Und schon nach diesen wenigen Runden merke ich, dass in „marlisle“ jede menge Potential steckt, das noch ausgelotet werden will.

 

Barbaramarlisledzurzeit

 

 


 
 
 

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