Ammonitensammlung

Meine Kindheit verbrachte ich am Rande der Fränkischen Schweiz. Und weil sich dort in einem früheren Erdzeitalter ein riesiges Meer befand und das Gestein überwiegend aus Kalkstein besteht, ist es nicht unwahrscheinlich dort Versteinerungen zu finden.

Jedenfalls war das einer der Tricks, den unsere Eltern anwandten, wenn es darum ging uns Kinder für einen längeren Spaziergang, bzw. eine Wanderung zu begeistern.

„Dort könnt ihr auch nach Versteinerungen suchen.“

Suchen – ja

finden – eher weniger.

Ok. das eine oder andere Winziteilchen haben wir wirklich am Wegesrand entdeckt. Aber an die wirklich guten Fundorte sind wir auch nie gegangen.

Jedenfalls hätte ich schon gerne mal so eine Schnecke, pardon einen Ammoniten oder ähnliches gefunden, den man dann richtig und ganz erkennen kann.

Heute, viele Jahre später weiß ich, dass solches Begehren mitnichten Kinderkram ist.

Und so ein passionierter Sammler ist auch dafür verantwortlich, dass die Entwürfe unserer jüngsten Trilogie an Anleitungen solch wunderbare Namen wie „Dactylioceras athleticum“, „Dactylioceras commune“ und „Pleuroceras“ haben. Allen gemeinsam ist, dass sie gehäkelt sind. Die Grundform ist eine Spirale, welche durch Reliefhäkelei noch betont wird.

Darf ich vorstellen?

unsere Ammonitentrilogie:

Dactylioceras commune

Ein Schal aus vielen Spiralelementen. Diese werden zunächst einzeln gehäkelt und anschließend zusammengenäht.

Das macht zugegebenermaßen etwas Mühe, aber die Belohnung ist ein absolut einmaliger Schal aus kuscheliger Merinowolle von ITO.

Wir haben uns 15 Farben des feinen Garnes „Shio“ ausgesucht und dann immer mit drei Fäden gleichzeitig gehäkelt. Das Ergebnis sind herrliche Melange-Töne

 

Dactylioceras athelticum

Ein Pulli aus ähnlichen Spiralen, diese jedoch noch größer und erweitert. Auch hier wird einzeln gehäkelt und anschließend zusammengenäht.

 

Der Pulli ist entweder wie hier bauchfrei zu tragen, oder ein nettes obendrüber im Lagenlook, oder…

Den Pulli haben wir aus Cool Merino gehäkelt. Ein Stück weit die Entdeckung des Jahres, denn Cool Merino häkelt sich ganz famos. Man benötigt für die gezeigte Größe zwei Stränge „Maschenmaler“ und einen kontrastierenden einfarbigen Strang.

Pleuroceras

noch ein Pulli. Hier übten wir dann die Quadratur des Kreises und haben den Spiralen einen Rahmen gegeben. Die Elemente werden auch einzeln gehäkelt, und gleich aneinander gehäkelt. Hier sind dann keine Näharbeiten mehr auszuführen.

Aus der herrlich kuscheligen Edition 3 von Schoppel hat der Pulli Lieblingsstück-Charakter.

Hier haben wir dann zwei verschiedene Schnittformen ausgearbeitet. Einen normalen Kurzarmpulli im T-Shirt Schnitt und einen kurzen Pulli mit kurzen Kimonoärmeln.

So sollte jeder seinen liebsten Pleuroceras bekommen.

„Wir“ schreibe ich in diesem Eintrag, denn bei unserer Ammonitentriologie haben Barbara Laumbacher und ich gemeinsam gewirkt, gedacht, gehäkelt, geschrieben….

Und demnächst gibt es sie auch im Druck – spätestens in Bielefeld beim 9. ravelertreffen am 16. und 17. September

Barbaraaufgehtszumammonitensammeln

 

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