Archiv der Kategorie ‘Gestrickt‘

 
 

Für Genießer

Ich meine Stricken ist ja ohnehin schon Genuß: Man befasst sich mit etwas weichem, schmeichelndem, in der Regel farbigem.

Ok, nicht jeder steht auf bunt, aber auch dafür gibt es eine Vielzahl an (Nicht)farben.

Also, ein rundum Wohlfühlprogramm.

Am Ende hat man dann etwas schönes zum Anziehen, zum Ansehen oder zum Kuscheln…

Manchmal lässt es sich aber auch noch steigern. Wenn man zum Beispiel besonders schöne Materialien verarbeiten kann.

Und da kommen für mich ArtYarns mit an erster Stelle. (gleich nach meiner Maravillosa…)

Allen voran die Garne mit Perlen und funkelnden Pailletten.

Ja, ich gebe es zu, ein wenig Prinzessin mag auch in mir stecken.

Und so kommt es, dass ich hier schon wieder etwas von Iris Schreier (das ist Frau ArtYarns) auf den Nadeln habe.

Nach bewährtem Rezept ein KAL, bei dem man die Anleitung kostenlos zum Originalgarn bekommen kann.

Dieses Mal wird wiederum ein Gardients Set von der Merino Cloud benötigt und als Kontrastgarn ein Strang Beaded Silk & Sequins light – was für ein Glitzern und Funkeln!

Die Originalfarben sind „Olives“ von den Gradients und die Farbe „608 Metal“ bei der Beaded Silk & Sequins light.

Ich habe mich für pinke Farben entschieden und bis jetzt sieht mein Tuch so aus:

Dem Tuch aus dem September KAL nicht unähnlich (siehe erstes Foto im Eintrag) aber doch noch etwas rafinierter…

 

Und weil die ArtYarns so schön sind und auch ein wenig süchtig machen, hat sich Iris etwas ganz besonderes einfallen lassen:

Den Merino Cloud Inspirations Club

Hier gibt es alle zwei Monate eine ganz besondere Färbung auf diesem wunderschönen Merino-Kaschmir Gemisch. Diese Farben werden nicht nachgefärbt werden, also wenn weg dann weg.

Wer mag, kann sich noch für den Club anmelden, zugegebenermaßen ein nicht ganz günstiger Spaß, aber vielleicht eine schöne Geschenkidee an sich selbst…

Begleitet wird der Strang von einer taufrischen Anleitung extra für diese Färbung und diesen Strang. Dazu noch ein paar Ideen, was man sonst noch aus einem solchen Strang zaubern könnte. Und wer noch ein wenig mehr Luxus möchte, oder dem Geglitzere so wie ich verfallen ist, kann zusätzlich noch einen Strang Beaded Silk & Sequins buchen….

Die Garne sind bereits da und am 15. November wird dann weltweit das Geheimnis gelüftet, wie sie wirklich aussehen. Der Name für die Novemberausgabe ist „Falling Leaves“.

Bleibt nur zusagen, dass wir die einzigen in Europa sind, die diesen Club im Sortiment haben.

 

Barbaraimstrickerglück

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Suchtpotenzial

Bisher dachte ich immer, dass ich nur bei Spinnfasern schwach werde und fast nicht genug bekommen kann.

Bei Garnen war ich eigentlich immer eher bescheiden und konnte mich auf das Material für das nächste Projekt beschränken.

Anders nun bei den Trio Aquarell Strängen.

 

Die haben durchaus einen hohen Aufforderungscharakter, sie immer wieder neu zu kombinieren, Farbreihen oder Farbkontraste zusammenzustellen.

Und aus dieser Spiellust ist mal wieder ein Triomania entstanden.

In Blau, dieses Mal , passend für eine liebe Freundin.

Wir haben nämlich getauscht: Sie strickte mir ein Trioculi und ich ihr ein Triomania, einfach, weil jeder das jeweils andere zwar gut gefällt, aber sich keine von uns beiden aufraffen konnte es zu stricken.

Triomania in Blau also:

 

Und Trioculi in pinkigen Sorbetfarben für mich

Beide Anleitungen gibt es auch zusammen in diesem Heft. Die dritte Anleitung im Bunde, ein Triomono werde ich auch noch stricken – irgendwann…

Barbaraaustriobergen

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China

Wieder einmal gab es eine Strickreise zusammen mit Kieran Foley, dieses Mal nach China.

Von langer Hand geplant, wie es sich für eine Fernreise gehört, gestaltete sie sich als echtes Abenteuer.

Aus einer vagen Idee, es sollte ein rechteckiger Schal werden, mit Lacemuster und Einstrickmuster, gerne auch gestapelte Zu- und/oder Abnahmen, kreierte Kieran einen ersten Entwurf.

Ich strickte große Musterstücke um überhaupt ein Gefühl für die Möglichkeiten zu bekommen, die man hier mit den Farben hat, was wirkt, wieviel Kontrast, letztlich wie bunt darf oder muß es werden…..

Nach und nach formte sich eine Farbpalette vor meinem inneren Auge und Kieran konnte dann auch mit einem Namen aufwarten: „The Great Shawl of China“

Mir gefiel dieses Wortspiel, das im englischen sehr dicht am Namen für die große Chinesische Mauer ist. Und so war mir auch klar, dass es ein großer Schal werden sollte.

Also gut: 16 Farben, oder 2 unserer Gradient Sets sollten hineinfließen.

Nach einigem Experimentieren, wie die Farben anzuordnen wären, wie häufig jede Farbe als Hauptfarbe und wie oft als Kontrastfarbe, fand ich zu einem Schema, das der Farbenpracht gerecht wurde und sie gut in Szene setzte.

„The Great Shawl of China“ war geboren.

Trotz seiner beachtlichen Größe von 2,60m x 60cm ist er recht kurzweilig zu stricken. Die vielen verschiedenen Einstrickmuster aus denen man für jeden Rapport neu wählt, die Farbwechsel, und auch der Wechsel zwischen einfarbigen und zweifarbigen Abschnitten, treiben einen förmlich vorwärts.

„Noch bis zur nächsten Farbe…., noch bis zum nächsten Muster….“

Und weil es so viel Spaß genacht hat, wird es noch einen weiteren geben, etwas kleiner vielleicht und mit nicht ganz so vielen Farben….

 

Barbarahatdasfernwehgepackt

ChiaoGoo

Schon allein das Wort prägt sich ein, weil es so lustig aussieht mit den vielen „O’s“

Es ist der Name von Stricknadeln, diese wiederum sind bei uns neu und ich wollte sie hier doch nicht unerwähnt lassen, denn deren Qualität in Verarbeitung und Material sind im Wortsinn hervorragend.

Zunächst haben wir uns für das System entschieden und die normale Länge der Nadeln ins Sortiment genommen.

Fangen wir mal beim Material an: Edelstahl

Nun mag man meinen: hart, kalt ungemütlich, aber die Fühlprobe zeigt das Gegenteil. Angenehm schmeichelnd und leicht liegen sie in der Hand. Vor allem Allergiker dürfen sich freuen, denn dieser chirurgische Stahl bietet keine Allergene.

Das ummantelte Stahlseil ist herrlich geschmeidig und verbiegt sich nicht. Legt man es zur Aufbewahrung zum Kreis, womöglich mehrere Runden, weil es so lang ist, so bleibt es nicht lockig, wenn man es wieder benutzt, sondern ist wieder gerade.

Die Nadelspitzen an sich sind wirklich spitz, ohne pieksig zu sein. Und sobald man damit zu arbeiten beginnt, merkt man, dass man hier ein Präzissionsinstrument in der Hand hält.

Die Verschraubung ist perfekt, es bleibt nicht die geringste Lücke zwischen den Anschlüssen zwischen Seil und Spitze. Mit dem mitgelieferten Splint kann man die beiden so fest zusammenschrauben, dass sich da nichts beim Stricken löst.

Und der absolute Clou für mich ist der geniale Übergang an sich. Selbst wenn man mit einer verhältnismässig dicken Nadel ein sehr feines Lacegarn strickt gibt es keine Probleme beim Nachschieben der Maschen auf die Nadel.

Nun gibt es ja recht feine Nadeln ab 1,5mm und auch recht dicke Nadeln z.B. 10mm. Um diesem großen Gefälle Tribut zu zollen, gibt es drei verschiedene Seistärken. Das macht das Konfigurieren der benötigten Nadel etwas umständlicher, aber die Lösung ist genial.

Damit man sich nicht ewig in Versuch und Irrtum verfängt, wenn man eine Nadel zusammenstellen möchte, sind alle nötigen Angaben, wie die Nadelstärke und die zu verwendende Seilstärke in die Nadelspitze aufgelasert.

Bleibt nur noch die Frage, ob man denn nun unbedingt noch mal neue Nadeln braucht, zumal der Preis auch beachtlich ist.

Für Nickel-Allergiker sind sie eine echte Alternative, da es wirklich spitze Nadeln aus Metall sind.

Auch für alle, die häufig Lacegarne mit eher dicken Nadeln stricken mögen, sind sie ein „must have“.

…und natürlich für alle, die immer noch auf der Suche nach der absolut idealen Nadel sind.

DSCF8203

Um all diese Dinge einmal richtig auszutesten, habe ich mir dieses Tuch gestrickt, aus zweierlei handgesponnenem Garn. Zum einen eines, welches ca. 350m/100g hatte und ein sehr dünnes mit ca. 450m/55g.

Beide Garne ließen sich wunderbar verarbeiten und ich denke schon, dass für so einen großen Unterschied an Garnstärke eine gute Nadel ein Schlüssel zum Erfolg ist.

Barbarawiedereineerfahrungreicher

 

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Klausurtagung

Als ich für unseren letzten Advents-KAL die Trio Aquarell – Färbungen entwickelt habe, hätte ich niemals daran gedacht, dass sie derartig zum Selbstläufer werden könnten.

Sind sie aber. Gute zwei Monate lang waren sie unter den Top 10 der bliebtesten neuen Garne auf ravelry, ein paar Wochen sogar auf Platz 1. Das hat mich dann schon gefreut.

Schnell kam auch die Frage auf, was man denn noch damit machen könnte und so war die Idee für den nächsten KAL geboren. Ab 1. März steht dann in unserer ravelry Gruppe alles im Zeichen der Trios.

Und irgendwie hat es mich dann doch in den Fingern gejuckt ein neues Design dafür zu haben.

Eine Stola, rechteckig mit Linien, die die Streifen aus den einzelnen Trio Strängen gegeneinander verspringen lassen… So der Plot.

Zum Jahreswechsel gingen dann Barbara Laumbacher (crocodile) und ich in Klausur um uns dieser Herausforderung zu stellen.

Wir haben geforscht, gezeichnet, gestrickt, getrennt, noch mehr geforscht, Papier zerknüllt, gestrickt, geändert…

Und am Ende war die Idee geboren. Unterwegs kam uns, einer Eingebung gleich noch ein Einfall für einen passenden Namen, samt Geschichte dazu.

Und so präsentierten wir passend zum Faschingswochenende unseren

„Carnevale di Venezia“

Die Fotos entstanden am Faschingssamstag in unserer karnevalsmuffeligen Stadt. Es gab schon einige neugierige und auch irritierte Blicke. Aber das hat unserem Spaß an der Sache keinen Abbruch getan und sogar die Sonne hat gelacht.

Wer sich auch so eine Stola stricken möchte, der findet die Anleitung hier.

Drei Fifties – Trio Aquarell braucht man und einen Strang KidSilk in Kontrastfarbe. Und wer mag baut noch etwas glitzerige Kin Gin von Ito mit ein.

Barbarafeiertecarneval

Schneeverwehung

ja, richtig: Schneeverwehung

Das ist hier allerdings kein Wetterbericht, wenngleich es am 14. Oktober hier so aussah:

Inzwischen haben wir Anfang November und wunderbaren Sonnenschein…

Nein Schneeverwehung ist der Titel unseres diesjährigen Advents KALs. Und dies ist das Titelbild dazu:

Wie auch in den vorangegangenen Jahren hat sich Barbara Laumbacher etwas für uns einfallen lassen, das wir dann, in 4 Abschnitten enthüllt, nachstricken können.

Es wird ein Geheimnis bleiben, bis wir am Freitag vor dem ersten Advent den ersten Teil der Anleitung in Händen halten können. Die Teile 2-4 folgen dann an den nächsten Freitagen – pro Adventswochenende einer.

Nur so viel sei verraten: Es geht um eine alte Stricktechnik, die gerade eine Art Renaissance erlebt: Patent. Oder auf Englisch: Brioche

Wir stricken ein Tuch in zweifarbigem Patent, diese Technik wird dann im ersten Teil genau erklärt.

Als Material benötigt man zwei Farben eines Garnes mit in etwa Sockenwolllauflänge. Pro Farbe 150g

Auch in diesem Jahr habe ich besondere kleine Sets für diesen KAL gefärbt: Trio Aquarell

Diese bestehen aus 3 einzelnen Strängen unserer Twisted Fifties, die ich als eine Art Mini-Gradient gefärbt habe.

Die drei werden dann zu einem dicken Strang zusammengedreht und sehen dann so aus:

Ihr braucht dann also zwei von diesen Sets, eines für die eine Seite, eines für die andere Seite des zweifarbigen Patents.

Bei der Farbwahl kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Alles ist erlaubt, was gefällt. Ich bin der Meinung, bei zweifarbigem Patent gibt es kein allgemeingültiges richtig oder falsch. Manche Trios sind ruhiger gefärbt, andere recht lebhaft, alles gibt schöne Effekte bei Patent…

Wer gerne ein wenig Unterstützung hätte, oder sich gerne austauschen möchte, kann sich der Gruppe auf ravelry anschließen. Dort wird bereits munter diskutiert, beratschlagt und Mut gemacht.

Für alle, die hier in der Nähe wohnen wird es hier bei uns im Laden am Samstag vor dem ersten Advent ein gemeinsames Anstricken geben.

Also am 28.11. während der normalen Ladenöffnungszeit von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Wer bis dahin seine Garnwahl bereits getroffen hat, bringt seine Wolle mit und eine 4er Rundstricknadel. Ansonsten werden wir hier bestimmt auch fündig und können zusammen nach den Farben sehen.

Barbaraschonganzhippeligobderganzenaufregung

Hippokampos

der eine oder andere mag ihn schon gesehen haben, den neuesten Entwurf von crocodile, alias Barbara Laumbacher: Hippokampos

Wir haben ihn bereits auf zwei Wollefesten präsentiert. Und ab heute gibt es dann die Anleitung auch als PDF bei uns im Shop.

Der Hippo ist eine wirklich edle Stola aus unserer Seda Corriente, einem wunderbaren Seidenbändchen und den herrlich glitzrigen Art Yarns mit Perlen und Pailletten.

Der Anfang erinnert ein wenig an den Pythagoras, aber dann geht es eben doch ganz anders weiter.

Gestrickt ist er eigentlich recht fix, wenn man drüberbleiben kann. Und man muß sich echt konzentrieren, damit einem beim Crazy Lace nicht etwas schief geht. Aber schwer ist es nicht wirklich und am Ende hat man eine absolut einmalige und ungewöhnliche Stola.

Am kommenden Wochenende werden wir in Osnabrück bei der „Nadel und Faden“ ausstellen. Unseren Hippo haben wir dann natürlich auch im Gepäck, samt Material für alle, die auch so ein Seepferdchen nacharbeiten mögen…

Barbarainmittendervorbereitungen

Stricksommer

es war nicht nur ein heißer Sommer, es war hier auch ein sehr ereignisreicher Sommer.

Es gab Urlaub in den Allgäuer Alpen, den Start der Ausbildung unserer Ältesten, Zeltlager für die anderen drei Kinder, Dienstreisen für Herrn dibadu, Färbearbeit für mich, drei Märkte haben wir seit Anfang Juli besucht, ja und gestrickt habe ich dann zwischendurch doch auch noch, der Hitze zum Trotz.

So alles auf einen Stapel gelegt bin ich doch selbst ein klein wenig stolz, was hier so fertig geworden ist.

Da war ein Sommertop nach einer neuen Anleitung von Asa Tricosa: Caesura

Aus unserer Seda de Campo ein angenehmes Oberteil mit Lieblingsstückcharakter.

Dann gab es im Shop ein neues Garn und ich musste es auch einfach selber ausprobieren. So kam mir der sommerliche Mystery KAL von Kirsten Kapur auch gerade recht. Dieses Tuch liebe ich allein schon wegen seiner Form…

…und die Twisty Silk ist einfach herrlich: es strickt sich ganz wunderbar und hinterher hält es das Blocking ganz hervorragend – trotz Seidenanteil.

Ja und aus den ganzen frisch gesponnenen Garnen der Tour de Fleece sollte auch gleich noch etwas schönes werden: Ein „Askews Me“ von Stephen West.

Ein asymmetrisches Tuch in zweifarbigem Patent. Das Stricken hat echten Suchtcharakter… ich könnte schon wieder!

Zwischendurch hat sich crocodile, alias Barbara Laumbacher auch noch etwas Neues, ganz bezauberndes einfallen lassen: Hippokampos

Aus zwei luxuriösen Seidengarnen gestrickt, möchte ich euch dieses Stück gerne demnächst noch etwas ausführlicher zeigen.

Und dann, auf dem Heimweg vom Yarnfestival in Köln habe ich einen weiteren Entwurf von Stephen West begonnen: „Exploration Station“ Ebenfalls ein recht kurzweiliges Strickvergnügen. Dieses Mal habe ich die Simply Merino genommen, auch ein Garn mit echten Lieblingsgarnqualitäten….

Ja und nun ist es inzwischen Herbst geworden und das bunte Leben, Stricken und Unterwegs sein geht weiter…

Barbaraimstrickrausch

Brioche along

es ist schon eine Weile her, als ich mich mit 2 Freundinnen traf um ein Wochenende einfach nur zu stricken.

Wir hatten uns vorgenommen uns in die Kunst des Patentstrickens mit zwei Farben einzuarbeiten. Brioche ist das englische Wort für Patent. Kurz zuvor war gerade das von mir lang ersehnte Buch „Knitting Fresh Brioche“ von Nancy Marchant erschienen.

Dieses Buch ist ein absolutes „must have“ für alle Patent Fans. Von Seite zu Seite blätternd verfiel ich von „Ahhs“ zu „Ohhhs“, so faszinierend sind diese Muster. Das große Verdienst von Frau Marchant liegt darin, dass sie dem komplexen Muster eine Sprache gegeben hat, mit der es möglich ist solche Muster überhaupt erst an andere zu vermitteln.

Hat man die Grundprinzipien erst einmal verinnerlicht, so ist es möglich alle Wendungen und Aktionen nachzuarbeiten und erhält tatsächlich das beschriebene Muster.

Für mich sollte es ein Blättermuster sein, eine Anleitung, welche nicht in dem Buch ist, sondern einzeln bei der Designerin zu erwerben: „Under Dutch Skies“

Bei einem Markt traf ich Nancy Marchant höchstpersönlich. Nicht wissend, wer die Dame mit dem umwerfend schönen Tuch ist, sprach ich sie an und konnte mein Glück kaum fassen ihr persönlich gegenüber zu stehen. Ihr Name war mir von ihrem ersten Buch her durchaus geläufig. Völlig fasziniert vom zweifarbigen Patent ihres Schultertuches (eben genau dieser entwurf) konnte ich den Blick nicht von ihr lassen.

Mein Tuch sollte grün werden und so wählte ich zwei Töne aus der neuen „Merino Tussah Lace“

Der Anfang ging im Freundinnenkreis gut von der Hand. Nur muß man sich schon konzentrieren, denn Fehler oder gar fallen gelassene Maschen sind bei dieser Stricktechnik echte Desaster. Das zurückstricken von 6-8 Reihen ist da dann schnell vonnöten…

Aber was lange währt wird endlich gut und so wurde mein Tuch auch irgendwann fertig.

Und es fügte sich ganz wunderbar, dass das Garn wie gemacht ist für derlei Strickerei. Mit seidigem Glanz, körnigem Griff und doch etwas bauschigem Faden gibt es dem Tuch eine ganz hervorragende Textur. Das Blocken ging fantastisch und die Form springt nicht wieder zurück, die herausgezogenen Spitzen sind nun schon seit über zwei Wochen so schön…

Alles in allem war es ein wunderbares Strickerlebnis und für mich bestimmt nicht der letzte Entwurf von Nancy Marchant….

Barbarapatentbegeistert

Quetzalcoátl

nahezu unaussprechbar ist dieser Name des Atzteken-Gottes. Das soll aber nicht zu Rückschlüssen auf das Design von Barbara Laumbacher führen.

Die Formensprache des Atztekenvolkes, die Ihren Gott als gefiederte Schlange darstellten und immer wieder diese Dreiecke mit Punkt für das Auge und die kleinen Zacken als stilisierte Federn zeigten, hat „crocodile“ für ihr jüngstes Design verwendet.

Und wenn man genau hinschaut, so begegnet einem derzeit in der Mode überall diese Symbolik.

Es ist ein langer Schal, den man nach der Anleitung strickt – hier eine Art Baumschlange:

Vorgesehen sind in der Anleitung 8 Farben, 4 als Hauptfarbe, bei mir nur eine, nämlich grün. Und als Kontrastfarbe ebenfalls 4 Farben.

Ich habe mir hier aus vielen Resten einen langen Regenbogen gebastelt. Für jeden Mustersatz ist die unterste Farbe in der Raute rausgegangen und oben eine neue hinzugekommen. So sieht jede Raute anders aus.

Kontrastfarbe 2 ist bei mir eine helle „Schleiereule“. Alles wird aus Twisted Fifties gestrickt, sodaß man schon mit 8 Strängen diesen Schal hinbekommt.

Die Anleitung gibt es bei uns als PDF Dokument, oder im Strickheft „crocodiles Reisen durch die Zeit“.

Auch hier ist wie überall aller Anfang schwer. Man muß sich schon etwas hineindenken in die umfangreiche Strickschrift. Hat man aber erst mal einen Mustersatz geschafft, findet man schnell den Rhythmus. Und als ich dann fertig war, fehlte mir regelrecht etwas…

Barbaraaufdersuchenachneuenherausforderungen

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