Archiv der Kategorie ‘Allgemeines‘

 
 

Ziggurats

Als ich dieses Wort zu ersten Mal sah fand ich es einfach nur witzig.

Ziggurats sind eine Erfindung von Åsa Söderman, besser bekannt als Åsa Tricosa. An verschiedenen Stellen bin ich ihr schon persönlich begegnet und bei jeder Begegnung hat mich ihre ganze Art, ihr Ideenreichtum und ihr Homor völlig begeistert.

Ziggurats nun sind Pullover oder Strickjacken, die in einem Stück von oben nach unten gearbeitet werden. Im ZickZack-Kurs werden Schultern, Armkugeln, Halsblenden gleich mit gearbeitet. Dabei wird der Faden nur an höchstens drei Stellen abgeschnitten, nämlich jeweils an den unteren Enden der Ärmel und des Haupteiles…

So eine Sache auszutüfteln und das auch noch so, dass der Pulli dann wirklich perfekt auf den Leib geschneidert ist, dazu braucht es schon eine Menge Hirnschmalz.

Und das hat sie, sie ist clever. Und weil einfach so ein perfekt passender Pulli ja doch auch wieder irgendwie langweilig ist, hat sie noch so manchen Kniff und Pfiff mit eingebaut. Alle ihre Ideen hat sie nun in einem Buch veröffentlicht.

Darin enthalten sind 16 verschiedene Anleitungen, gespickt mit vielen kleinen raffinierten Details. Da gibt es belegte Säume, eingearbeitete Taschen, gedrehte Halsblenden, Abnäherlösungen für verschiedene Oberweiten….

Zum Buch gehört ein identisches ebook. Naja, fast identisch, denn dort gibt es noch zwei weitere Anleitungen als Bonusmaterial sozusagen. Einen Downloadcode für das ebook bekommt man mit dem Buch zusammen geliefert.

Zwei der Anleitungen hat sie sogar mit meinen Garnen gestrickt, was mich mit großer Freude erfüllt. Ich fühle mich geehrt, das muß einfach mal gesagt sein, denn ich bewundere ihre Anleitungen.

Einige von diesen Ziggurats habe ich schon gestrickt. Bei jedem war ich aufs Neue entzückt, wie perfekt die passen. Je mehr man sich mit diesen Anleitungen strickend auseinandersetzt, desto mehr versteht man auch davon, was man wo und wie ändern muß um die eigenen Proportionen noch perfekter zu bestricken.

Ich habe nun das Glück, dass ich eine ähnliche Figur habe wie Åsa. Aber was mache ich, wenn ich den Halsauschnitt etwas tiefer oder höher möchte? oder am Rücken etwas mehr Weite wünsche? vielleicht die Schultern gerne doch eine kleine Spur breiter hätte, weil mir gerade nach überschnittenen Ärmeln ist?

All das wird nicht gerade zum Kinderspiel, aber von den meisterlichen Anleitungen förmlich an der Hand genommen, doch zur gut lösbaren Aufgabe, die obendrein Spaß macht…

So genug geschwärmt, ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist in englischer Sprache, aber gut verständlich jedem, der schon einmal nach einer englischen Anleitung gestrickt hat.

Und hier meine neuesten Machwerke in Sachen Ziggurats:

Ein Caesura „The Tuck“

 

„The Tuck“ hat im Rücken eine lustige Quetschfalte, damit das oben doch recht schmale Top hinten nicht lächerlich wirkt. Was bei jungen Mädels  bestimmt besser aussähe als bei mir….

Eine kleine Tasche

Und am unteren Saum, eine kleine Änderung von mir; ein eleganter Abschluß in I-Cord Art. Den habe ich von dem anderen Top, welches ich euch vor ein paar Monaten gezeigt habe…

„The Tuck“ habe ich aus der Silk Dream von Artyarns gestrickt. Der Saum und der Rand der Tasche ist mit Beaded Silk & Sequins Light verziert. Ein echtes Luxusteil.

Und dann habe ich noch eine der Bonus Anleitungen aus dem ebook auf den Nadeln:

Mayhem Lace Cardigan:

Ja, wie der Name schon sagt Lace – das macht aus der Sache eine etwas längere Geschichte. Aber ich freue mich auf meine Jacke.

Zu dem Garn werde ich demnächst noch etwas schreiben, ich hatte es hier noch nicht wirklich vorgestellt:

Twisty Silk Lace

Aus 75% zarter Merinowolle und 25% Seide ist es ein edles und dennoch robustes Garn. Was am meisten daran fasziniert ist, wie gut es das Blocking hält. Nach dem Stricken einmal nass gemacht und in Form gebracht bleibt es so.

Und darauf baue ich bei meiner Jacke, denn der Stoff ist unbeschreiblich schön….

 

Barbarastricktimzickzackkurs

 

Silk Dream

Iris Schreier von ArtYarns hat sich wieder Mal etwas neues ausgedacht: Silk Dream, ein Garn aus Seide mit einem hauchfeinen Lurexfaden verzwirnt. So einfach und sachlich ist es beschrieben. Wenn es aber darum geht zu sagen wie es denn nun eigentlich ist, dieses Garn, dann braucht es schon ein paar Worte mehr.

Am Besten ist es natürlich, man kann es sich einfach mal ansehen. Hier zusammen mit beaded Silk & Sequins light

Schöne glänzende Stränge mit leuchtenden Farben und zartem Glitzer. Seidig glatt und schmeichelnd fühlen sie sich an…. Wenn man nun aber hergeht und anfängt zu stricken wird es noch subtiler. Das Glitzern tritt etwas zurück, wird förmlich in den Schatten gestellt vom Glanz der Seide um dann in aller Bescheidenheit doch den Charakter zu runden. Ganz dezent funkelt der Stoff aus dem seidene Träume sind…

Natürlich wollte ich es nicht bei obiger Maschenprobe belassen und schlug ein neues sommerliches Top an. „Caesura Tuck„, ein weiteres Anleitungswunder aus der Feder von Asa Söderman aka Asa Tricosa. Die vielen Finessen und Schritte sind hier bereits fertig zu sehen, jetzt bleibt nur noch das (lange) Ende zu stricken.

Ich hoffe mal, dass ich es bis zum raveler Treffen nächste Woche in Lüneburg fertig habe um es euch dort zusammen mit Silk Dream zu präsentieren.

Wer gerne selber einmal dieses echte Ausnahmegarn verarbeiten möchte hat demnächst die Gelegenheit. Iris Schreier ruft auch in diesem Jahr zu einem September KAL. Dieses Mal wird mit je einem Strang Merino Cloud und Silk Dream gestrickt. Das Tuch heißt „Optical Triangle“ und wird mit einem einfachen Lochmuster, kraus rechten Maschen und verkürzten Reihen gearbeitet.

Man kann die Farben wählen wie man mag und dabei entweder Ton in Ton arbeiten, oder auf Kontrast in Farbe und Farbgebung setzen. Wer lieber mit fertig zusammengestellten Sets arbeitet, der wird hier fündig. Die Sets sind auch eine Spur günstiger als der Einzelkauf.

KAL Start wird der 10. September sein und jeder der bis dahin ein eigenes Foto seiner Originalgarne in der ArtYarns Gruppe auf ravelry zeigt, erhält den ersten Teil der Anleitung. Alle weiteren Teile gibt es dann nach Fortschritt, der auch wieder mit Foto gezeigt werden sollte…

Ich möchte mir mein Tuch in Pastelltönen stricken und habe mir die Farben 193 bei der Silk Dream und 167 Tweed bei der Merino Cloud ausgesucht.

 

Barbaravorfreudigaufdiesenkal

 

 

Tour de Fleece 2018

zum inzwischen dritten Mal lade ich zur Tour de Fleece ein.

Eine Spinnsportliche Großveranstaltung an unzähligen Schauplätzen auf der ganzen Welt…

Parallel zur „Tour de France“ , bei der die Weltelite der Radsportler kreuz und quer durch Frankreich spurtet, werden wir Spinner auch kräftig in die Pedale treten.

Das kann jeder in seinem eigenen Tempo tun und auch welchen Herausforderungen man sich stellen mag, bleibt jedem selbst überlassen.

Wer mag, meldet sich bei einem der vielen Teams an, die sich in verschiedenen sozialen Netzwerken bilden. Und so lade ich ins „TdF-Team dibadu 2018“ ein.

Auf ravelry gibt es einen eigenen Thread in der Funnies-Gruppe und auch auf Instagram, kann man dem Schlagwort #tdfteamdibadu2018 folgen, bzw. dieses verwenden.

Die Eckdaten zur Tour 2018:

Die Tour läuft vom 7.7. bis 29.7. In dieser Zeit wird täglich geradelt und so auch gesponnen, außer an den Ruhetagen, dem 16.7. und dem 23.7.

Es gibt auch ein paar Tage mit besonderen Anstrengungen für die Sportler, an denen kann man sich ja vielleicht auch einer Herausforderung in Sachen Spinnen stellen.

Wie wäre es mit einer besonderen Technik?, dem ersten eigenen Artyarn?, oder einem Garn mit beonderer Lauflänge? Das entspricht dann den Bergetappen am 17.7. und am 25.7.

Ich habe mir schon mal meine Fasern zurecht gesucht.

Ich wollte alles zu einem großen Strang vereinen, einem sogenannten combo-spinn. Die verschiedenen Kammzüge und Kammzugstücke werde ich zu vielen kleinen Portionen zurecht zupfen und dann einfach kunterbunt hintereinander wegspinnen. Anschließend wird dann gezwirnt und ich bin gespannt, wie mein Garn dann aussehen wird.

Ein besonderes Strickstück habe ich dafür auch schon im Kopf: Es soll noch einmal ein „Phönix“ nach der Anleitung von Ruth Kindla werden.

…denn ich möchte auch so einen Deltasegler haben…

Und für alle, denen unterwegs das Spinnfutter ausgeht, oder einen plötzlichen Sinneswandel haben, was ihre Fasern angeht, haben wir im Shop ein besonderes Angebot parat:

Mit dem Code „TDF2018“ gibt es auf alle Spinnfasern für die Zeit der Tour 10% Rabatt – Ausgenommen ist dabei der Spin along Club.

Barbarawünschtallenfrohesradeln

 

Seda Encantada – die Zweite

Vor fast einem Jahr habe ich euch hier unsere Seda Encantada vorgestellt. Ich habe mich sehr gefreut, dass es doch einige gewagt haben, sich mit dem Garn auseinander zu setzen.

Mein Pulli aus jenem Eintrag ist einer meiner liebsten Sommerbegleiter geworden. Trotz vielem Tragen und auch gelgentlicher Wäsche ist er immer noch wie neu. Und aus diesem Grunde dachte ich mir, es muß noch ein Sommerteil daraus her.

Da unsere Älteste im Sommer heiraten wird und ich einen wirklich sehr schönen Taftrock mein eigen nenne, hielt ich es für eine gute Idee mir ein schlichtes Top aus dieser Seide zu stricken. Nein, nicht einfach so, ein wenig raffinierter durfte es dann schon sein.

 

Einiges an Rafinesse birgt allein die Anleitung, die ich dafür ausgesucht habe: Caesura PaperSilk von Asa Soedermann, alias Asa Tricosa. Es ist einer ihrer Ziggurat Pullis. Diese Anleitungen sind Pullis, die in einem Stück gestrickt werden und auch ohne den Faden abzuschneiden. Das klappt bei den Tops ohne Ärmeln nur fast, denn einmal muß man doch neu ansetzen…

Auch haben diese wunderbar genail sitzenden Pullis, Tops und Jacken immer irgendwelche raffinierten Details. Hier ist es eine kleine Falte im Rückenausschnitt, die mit einem Knopf geschlossen wird. …ansonsten ginge der Pulli womöglich nicht über den Kopf. Ich habe allerdings den Ausschnitt etwas tiefer gemacht und es würde wahrscheinlich auch ohne Falte klappen.

Ja und weil das immer noch nicht Tüftelei genug war, wollte ich ausprobieren, ob es nicht glückt mit den Schattenfärbungen der Seda Encantada einen kleinen Gradienten einzubauen. Auch das glückte ganz hervorragend. Mit Waage und ein paar ruhigen Minuten kommt man da ganz gut durch.

Das fertige Stück sieht nun so aus

uns es fühlt sich (wie zu erwarten war) einfach traumhaft auf der Haut an.

Einen ganz besonders hübschen Schmuck dazu hat mir mein Mann spendiert und damit ich dann nicht mit nackten Schultern beim Feste in der Kirche sitze gibt es demnächst noch einen Shrug aus der gleichen Seide in Kombination mit Curly Irisé.

 

…das wird dann mein Urlaubsprojekt.

 

Unser anderes Töchterlein verliebte sich auch Hals über Kopf in die Seide und weil die eine Farbe gar zu gut zu ihrem festlichen Kleid für Abifeier und Hochzeit passte, hat sie sich kurzerhand ein Tuch daraus genadelt.

In Kombination mit Itos Kin Gin und unter Hinzunahme einiger glitzernder Perlen entstand in Windeseile nach Kirsten Kapurs Anleitung ein „Cladonia“  der Luxusklasse. Dieses „Kind“ (ähem, junge Dame) verblüfft mich immer wieder aufs neue. Sie fragte nach einer Anleitung bei der sie vielleicht Die Seide mit dem Glitzergarn gut kombinieren könnte und wo sie auch ein paar Perlen einbauen verstreuen könnte…

 

…und dann saß sie da und strickte in aller Ruhe vor sich hin, gerade mal eine gute Woche. Das Lacemuster mit diesem Garn wäre selbst für routinierte Strickerinnen eine Herausforderung, weil man nichts sieht und obendrein das Garn doch etwas hakelig ist….

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und auch der Effekt mit den sich nach rechts und links legenden Maschen ist ganz subtil sichtbar.

 

Barbaraganzverzaubert

 

Viele, viele bunte Farben

Der aufmerksame Beobachter hat es sicherlich längst bemerkt…

Wir haben neue Bücher im Shop – ich weiß ich habe erst letzthin über ein Buch geschrieben.

Heute geht es um ein ganz anderes. Das heißt, es sind derer drei:

Knitsonik Stranded Clourwork Sourcebook

Knitsonik Stranded Clourwork Playbook

Knitsonik Playbook Colouring Companion

Es geht um bunte Einstrickmuster. Das aber nicht einfach so platt zum Aussuchen und Nacharbeiten. Nein, es sind für mich drei  der kreativsten Bücher, welche ich in letzter Zeit in Händen hatte.

Felicity Ford gibt uns hier eine Methode an die Hand um aus alltäglichen Impressionen wunderschöne Strickmuster zu entwickeln.

Sie schreibt über gestrickte Briefwechsel und darüber, wie aus einem Früchtekuchen ein Schal werden kann….

Und weil es ja oft schwierig ist zu entscheiden, welche Farben denn den gewünschten Effekt haben, ist das dritte Buch im Bunde ein Malbuch.

So kann man mit Papier und Buntstift schneller herausfinden, welche Grünschattierung denn nun die Richtige ist, als es mit Nadel und Faden möglich wäre.

Der Blick auf Farben und Formen  in der Umgebung wird geschärft – versprochen….

Jetzt sollte ich euch einige eigene bunte Strickwerke zeigen in denen ich ein paar Ideen umgesetzt habe, aber leider habe ich gerade nicht so arg viel Zeit übrig, weil so einige andere Dinge erledigt werden wollen.

Vielleicht hebe ich mir den Spaß für den Urlaub auf.

Einer meiner nächsten Kandidaten, die unbedingt fertig werden sollen ist eine Häkeldecke:

Meinem derzeitigen Häkelwahn folgend ist es eine Decke in vielen Farben aus Oktagons und Quadraten.

Die Anleitung dazu ist „Persian Tile Blanket“ von Jane Crowfoot.

Ich häkele mit Merino Soft von Scheepjes und bin ganz angetan davon, wie schön sich das Garn verarbeiten lässt und die Farben darauf leuchten…

Und jetzt gehe ich wieder häkeln

Barbaramitfliegendernadel

 

Marlisle

zugegebenermaßen musste ich das Wort auch zweimal lesen, bevor sich mir der Sinn erschloß.

Es ist der Titel eines neuen Buches über eine neue Denkrichtung beim Stricken.

Geschrieben und erdacht von Anna Maltz, die hier nicht ihre ersten Designs vorlegt.

Genau wie sich das Wort aus zwei verschiedenen Teilen zusammensetzt, enthält diese Art des Strickens zwei verschiedene Stricktechniken.

„Marl“ ist dabei vielleicht der unbekanntere Teil, zumindest beim Stricken. Ins deutsche übersetzt heißt es „Mergel“. Ein Sedimentsgestein, oder Boden, der aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt ist.

Und genau so wird es auch beim Stricken gebraucht – man verwendet zwei verschiedene oder verschiedenfarbige Fäden zusammen als einen und erzielt dadurch einen Charakter im Musterbild, der genau an solche Gesteine erinnert. Gesprenkelt, mal die eine, mal die andere Farbe prominenter zu sehen.

Der andere Wortteil ist „Fairisle“.

Dies bezeichnet im Englischen das, was wir „Einstrickmuster “ nennen würden.

In Ihrem Buch beschreibt Anna Malz in netten Geschichten, wie sie dazu gefunden hat und gibt uns einige Anleitungen als Anwendungsbeispiele an die Hand.

Und weil „Marlisle„, das Buch, mehr sein soll, als eine reine Sammlung von Anleitungen schreibt sie einige Ihrer Gedanken auf, die sie sich im Zusammenhang mit ihren Strickstücken gemacht hat. Sie philosophiert über lokale Anbieter, wie auch über die Naturnähe von Wolle.

Natürlich wollte ich es auch gerne ausprobieren und habe mir nach ausgiebiger Lektüre zwei Garne gewählt:

Als naturbelassenes Garn ist es bei mir die „Bio Merinos“ von Schoppel. Es besteht aus Merinowolle und Leinen und ist GOTS zertifiziert. Überhaupt hat dieses Garn etwas mehr Aufmerksamkeit verdient, aber dazu an anderer Stelle mehr…

Als handgefärbtes Garn habe ich meine „Cool Merino“ gewählt. Nach wie vor eines meiner Klassiker, mit seinem runden Faden und der idealen Lauflänge von 310m/100g. Ein Garn, das etwas aushält und das in Deutschland gesponnen wird….

Nach ein wenig Maschenproben um herauszufinden, ob meine Garne wirklich gut zusammenpassen und welches denn nun auch solo verwendet werden „darf“ konnte es losgehen.

Für meine ersten Geh- und Stehversuche in Sachen Marlisle habe ich mir die Anleitung „Ess“ ausgesucht, ein unkompliziertes Tuch.

Und schon nach diesen wenigen Runden merke ich, dass in „marlisle“ jede menge Potential steckt, das noch ausgelotet werden will.

 

Barbaramarlisledzurzeit

 

 

Luftschlangen

So manch einer denkt sich vielleicht, dass ich da doch etwas zu spät dran bin, mit meiner Überschrift. – Vielleicht stimmt das ja.

Genau diese Luftschlangen, welche im Karneval für Deko und Spaß sorgen (bei uns auch bei so manchem Kindergeburtstag außerhalb der Karnevalszeit) standen Pate für unser neuestes Design.

Unsere Luftschlangen sind nicht aus Papier, sondern aus verschiedenen Garnen und ergeben eine duftige Stola mit Wellenmustern und Hebemaschenmustern….

Am Ende ist es eine hübsche Stola aus drei verschiedenen Lieblingsgarnen.

Je ein Trio Aquarell, ein Strang Curly Silk oder Curly Irisé und ein Strang Inca Lace werden zu dieser Stola verhäkelt oder verstrickt.

Ja, richtig gelesen – es gibt zwei Versionen: eine für Stricker und eine für Häkelfans. Die Strickversion ist wieder einmal ein Entwurf von Barbara Laumbacher, alias crocodile. Die Häkelversion stammt von mir.

Die Garne werden wir am kommenden Wochenende alle in Leipzig beim Wollefest dabei haben. Und wer mag, dem helfen wir gerne dabei eine schöne Kombi zusammen zu stellen.

Dabei kann man alle Garne Ton in Ton nehmen, oder aber lustig bunt kombinieren.

Wir sind jedenfalls schon arg gespannt, auf welche Luftschlangenideen ihr so alle kommt.

 

Barbaraliebtschalsmitfransen

 

Schattenspiele

Das Thema „Illusion knitting“ fasziniert mich schon eine ganze Weile.

Gemeint ist hier eine Stricktechnik, bei der im Grunde nur rechte und linke Maschen gestrickt werden. Immer zwei Reihen in einer Farbe.

Durch die geschickte Verteilung der rechten und linken Maschen sieht man beim Strickstück in der Draufsicht nur Zweireihenstreifen. Blickt man allerdings schräg auf das Strickstück, ergeben sich Zeichnungen, die an ein Relief erinnern…

Soweit die Theorie – in der Praxis habe ich es noch gar nicht ausprobiert, das wird sich aber ändern und dann gibt es auch mal ein Foto.

Vor gut einem Jahr gab es im Strickmagazin „the knitter“ eine Anleitung die genau diese Technik nutzte. „Read between the Lines“ ist ein asymmetrisches Dreieckstuch, das aus zwei Whirl Knäueln gestrickt wird.

Und genau da beginnt der Spaß. Es gibt so viele Whirls, dass man sich vielleicht nur schwer entscheiden kann. Aber für jedermann ist sicherlich eine Lieblings Kombination dabei.

Fruity ‚o‘ Tutty und Strawberries & Scream

Banana Cream Hi und Brambleberry

Peppermint Patty Cake und Sherbet-Rainbow

Rosewater Cocktail und Velvet Sunrise

Die Anleitung war ein derartiger Erfolg, dass die gleiche Designerin auch noch eine Häkelversion davon entwickelt hat: „Crochet between the Lines“

Und da konnte ich dann nicht mehr wiederstehen und habe mir zwei Whirls ausgesucht und losgelegt

Ich habe mir „Turkish Delight“ und „Tasty Nom Nom“ ausgesucht. Es häkelt sich ganz flott wenn man erst mal den Rhythmus gefunden hat. Und wenn das Häkeltuch fertig ist stricke ich mir vielleicht die gelbe Variante von oben…

Allen, die es auch gerne ausprobieren möchten, legen wir die Anleitung nach Wahl zur Bestellung mit mindestens zwei Whirls kostenlos dazu. Bleibt nur noch zu sagen, dass beide Anleitungen in englischer Sprache sind.

Barbarahäkeltillusionen

Fortsetzung

aus dem letzten Jahr…

Das Tuch aus dem letzten Eintrag ist natürlich längst fertig gestellt und auch schon getragen und geliebt worden.

Dazu muß ich noch anmerken, dass die Merino Cloud von Iris Schreier wirklich ein Ausnahmegarn ist. Denn bei allem kuschelig sein bekommt es keine Tragespuren wie Knötchen oder so.

Eine Freudndin kam mich zu der Zeit besuchen und schenkte mir eine Tuchnadel. Die passt aber auch sowas von perfekt zu diesem Tuch, und das ganz ohne Kenntnis meiner derzeit aktuellen Strickerei.

Manchmal gibt es schöne Zufälle, dieser freut mich umso mehr, weil es völlig unerwartet kam.

Iris hatte auch noch ein wenig weiter getüftelt und eine Tunika mit Musterelementen aus diesem Tuch entworfen. Man beginnt oben mit der Passe und arbeitet dann nach unten in sanfter A-Linie einen recht schmeichelhaften Schnitt.

Ich durfte teststricken, habe aber die Ärmel noch nicht fertig.

 

Die Anleitung gibt es kostenlos dazu, wenn jemand das Originalgarn dafür kauft. Man benötigt 2-4 Stränge Merino Cloud (je nachdem, welche Größe und welche Ärmellänge man stricken möchte) und einen Strang Beaded Silk & Sequins.

Für meine Größe (40) rechne ich mit 3 Strängen bei langen Ärmeln und werde wohl auch ein wenig Rest haben.

Das wird ein richtig schöner Ausgehpullover. Oder, zur Jeans getragen, ein netter Kontrast in Richtung Understatement…

Es wäre auch ein netter Partypulli für die Silvesternacht gewesen…

So schicke ich euch ein anderes Foto von dieser „Party“

Und wünsche euch allen ein Gutes und erfolgreiches Neues Jahr. Mit viel Wolle und Strickzeit und fröhlichen Strickrunden…

 

Barbaraaufdemwegnach2018

Manduchai

Seitdem ich den Prototypen von „The Great Shawl of China“ fertig hatte, juckte es mich schon gewaltig in den Fingern eine weitere Version davon zu stricken.

Auch wenn ich liebend gerne sehr viele Farben in einem Projekt vereine, wollte ich eine reduziertere Variante davon machen.

Als Grundfarbe sollte es Jadegrün sein, als Kontrastfarben dann die Farben, die man vielleicht typischerweise mit China verbindet: Lackrot, Pink, Bambus und dunkles Braun, welches an Ebenholz erinnert.

Nach einigem Tüfteln hatte ich dann meine Palette beisammen und der Strickspaß konnte beginnen.

Ein wenig Kopfzerbrechen bereitete mir dann auch die Verteilung der Farben, bis ich mich dazu entschloß als Hauptfarbe nur die 4 Jade-Töne und den Ebenholzton zu nehmen. Von Außen nach innen sollte die Wirkung immer heller werden ud die beiden Enden zwar nicht symmetrisch, aber doch ähnlich sein…

Nun lag der Schal schon einige Zeit fertig hier und wartete nur noch auf seinen Auftritt als Fotomodel..

Dafür hatte ich eine Mauer im Kopf und zwar eine ganz spezielle. Es sollte DIE Brücke in Bayreuth sein, unweit des Hauses meiner Eltern.

Ich kenne die Brücke schon seit Kindertagen und wusste, dass sie alt is, aber so alt…?

Anläßlich der Bundesgartenschau 2016 in den Mainauen wurde sie saniert und ist jetzt wieder gefahrlos begehbar…

Für alle, denen diese Farbstellung so gut gefällt, dass sie sich auch diesen Schal genau so stricken mögen, habe ich ein paar Stränge mehr gefärbt. Die gibt es als Sonderedition meiner Gradient Sets im Shop zu kaufen.

Der Name für dieses Projekt bezieht sich auf die letzte Herrscherin der Mongolen im 15. Jh. Tanja Kinkel hat ihre Lebensgeschichte meisterhaft in einen Roman verpackt. Die Lektüre kann ich allen Fans historischer Romane nur sehr empfehlen.

Barbaraaufdermauer

 

 

 

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